Bücher zum Thema

"Tote hoch zu Ross"
Vom Triumph der Statue zum Verbot des Plastinats

erschien im 2003 in der Arts & Sciences Verlagsgesellschaft mbH, Heidelberg
ISBN 3-937256-00-8

Nachdem die Ausstellung KÖRPERWELTEN in mehreren Städten Europas gastierte, wäre sie im Frühjahr 2003 in München beinahe verboten worden. Tatsächlich wurde im Fortgang des Rechtsstreits die Präsentation des Plastinats "Scheuendes Pferd mit Reiter" untersagt. Was dürfen mündige Menschen sehen? Verstößt die Reiterstatue gegen Moral und Gesetz? Hat sie aufklärerischen Wert oder überwiegen die künstlerischen Ambitionen des Machers? Dies waren die Fragen der Auseinandersetzung.

In diesem Sach- und Bilderband nimmt Gunther von Hagens Stellung zu Motiv und Absicht seiner Arbeit. Zum besseren Verstehen wird im Hauptteil das Reiterpalastinat vor dem Hintergrund der Naturgeschichte des Pferdes und der Kulturgeschichte der Reiterstandbilder erläutert. Darüber hinaus wird anhand zahlreicher Abbildungen die Anatomie von Pferd und Reiter im Vergleich dargestellt.

Ästhetische, ethische und rechtliche Überlegungen, aber auch die  Meinungen zahlreicher Besucher entlarven die seit der Renaissance weltweit einmalige zensur von Anatomie als behördliche Anmaßung und fürsorgliche Entmündigung der Bürger zu kulturpolitischen Pflegefällen.

(Buchdeckelbescheibung)

"ENDLICH UNSTERBLICH? -
Gunther von Hagens - Der Schöpfer der Körperwelten "

erschien im Dezember 2000 im Bastei-Lübbe-Verlag. Autoren des Buches sind Nina Kleinschmidt und Henri Wagner. 
ISBN 3-404-60493-8

Dies ist keine herkömmliche Biografie. Bezugspunkt ist zwar ständig der Erfinder der Plastination und die einzigartige Repräsentation seines Werkes. Es geht den Verfassern aber ebenso darum, das gesellschaftliche Phänomen "Körperwelten" zu beleuchten und herauszuarbeiten, was die Ausstellung in Bewegung gebracht hat. Kleinschmidt und Wagner sind bekannte Publizisten und Beobachter des Zeitgeschehens und haben auch einen 90minütigen Film über die Körperspender gemacht, der in der ARD zum Jahresende ausgestrahlt wird.

Für ihr Buch haben sie eine Vielzahl von Gesprächen mit Menschen geführt, die auf ganz unterschiedliche Weise und mehr oder weniger nah mit Gunther von Hagens und seinen Plastinaten in Berührung gekommen sind. So kommen nachdenkliche Ausstellungsbesucher genauso zu Wort wie Weggefährten, Mitarbeiter und Angehörige des "Plastinators". Auf einer Reise nach Kirgisien und nach China haben die Autoren ihn zudem begleitet und zeigen einen Menschen, der seine schöpferische Kraft auch in anderen als in seinen (Körper-)Welten erfolgreich einzusetzen vermag.

Buchhülle: Endlich Unsterblich von Nina Kleinschmidt und Henri Wagner

(rp/pro/Thomas Knuth)

"Schöne Neue Körperwelten -
Der Streit um die Ausstellung"

ist ein Sammelband, herausgegeben von Franz Josef Wetz, für Philosophie und Brigitte Tag, Privatdozentin für Jura und erscheint im Dezember 2000 im Klett-Cotta-Verlag.

Die Idee zu diesem Band geht zurück auf das Symposium zur Ausstellung "Körperwelten", das am 08.04.00 in Köln stattfand. Damals bezogen sechs Vertreter verschiedener Wissenschaftsrichtungen Stellung (Anatomie, Kunstwissenschaft, Jurisdiktion, Philosophie, Theologie, Medizingeschichte).

Das Buch bietet aber mehr: In insgesamt siebzehn Beiträgen wird die Kontroverse um die Ausstellung ausgetragen. Dabei ergreifen so namhafte Wissenschaftler wie Hermann Lübbe und Ernst Benda das Wort. Auch von Hagens hat speziell für diesen Band einen Beitrag verfasst, der einen Einblick in sein Schaffen und Denken in einer Ausführlichkeit und Originalität gibt wie bisher noch nicht gesehen.

Mit dem Sammelband soll ein Standard für jede zukünftige Beschäftigung mit dem Themenkreis "Körperwelten" gesetzt werden.

Buchhülle "Schöne Neue Körperwelten - Der Streit um die Ausstellung"  Herausgaber: Franz Josef Wetz

Kundenkommentare 
beim Buchversand http://www.bol.de
17.01.2001 Oberhausen 
Lara Steins

Interessante Diskussion
Ich wusste auch nicht so recht, was ich von der Ausstellung halten sollte - faszinierend war sie auf jeden Fall! Das Buch gibt einen guten Überblick und regt sehr dazu an, sich auch im Nahhineinen noch einmal eingehend mit den wichtigen ethischen Fragen zu beschäftigen.

(pro/Thomas Knuth)

Aktualisiert:
2004-07-08